Wandern
 

Die Ellerndorfer Wacholderheide

Anfahrt  
Ort: Eimke
Entfernung: 67 km
Zeit: 52 Minuten
Navi-Eingabe: Parkplatz Ellerndorfer Heide


Um unseren Parkplatz zu erreichen, biegen wir in Emke auf die K§2 in Richtung Wriedel / Amelinghausen ab. Der Parkplatz soll ausgeschildert sein. Er liegt etwa 2,5 km von der Abzweigung entfernt auf Der linken Seite. Von dort druchqueren wir die 70 Hektar große Ellerndorfer Wacholderheide.
Die Ellerndorfer Wacholderheide ist eine der bekanntesten Heideflächen der Lüneburger Heide – und zugleich ein seltenes Relikt einer jahrhundertealten Kulturlandschaft. Sie entstand wie alle Heideflächen durch die traditionelle Heidebauernwirtschaft. Beim so genannten Plaggenhieb wurde die oberste Bodenschicht – eine Mischung aus Heidekraut, Grasnarbe und sandigem Humus – mit flachen Spaten abgestochen. Diese „Plaggen“ nutzte man als Einstreu im Stall. Nachdem sie dort mit Mist angereichert waren, kamen sie als Dünger zurück auf die Felder. Allerdings wurden die Heideflächen durch das Abtragen der Plaggen immer nährstoffärmer. Auf solchen kargen Böden konnten Heidekraut und Wacholder besonders gut wachsen.
Wir biegen rechts in den Lindener Weg, überqueren die K32 und wandern einige Kilometer durch den Wald. Von den Hügeln hat man eine wunderschöne Aussicht auf die weite, traumhafte Landschaft mit Birken und Wacholdern. Bänke und Sitzgruppen sind ideal für ein Picknick oder um einen Moment innezuhalten und die Aussicht zu genießen. Wir dürfen jedoch nicht die Abzweigung nach Ellerndorf verpasssen. Es geht vorbei an mehreren kleinen Seen und einem kleinen Moorgebiet weiter durch den Wald bis nach Ellerndorf.
Rund um Ellerndorf gibt es mehrere Themenwege und Infotafeln, die erklären, wie Heide entsteht, warum Wacholder hier so typisch ist und wie die Landschaft gepflegt wird. Dadurch wird der Ort zu einem kleinen „Freiluftmuseum“ der Kulturlandschaft. Wir durchqueren den Ortsteil der Gemeinde Eimke und biegen am Ortsausgang nahe der Feuerwehrwache wieder in Richtung Norden und erreichen so unseren Ausgangspunkt. Dort lohnt sich ein Besuch des "Kiosk im Schafstall" (nur saisonal geöffnet), um dort einen Imbiss einzunehmen oder leckeren Kaffee zu trinken, Kuchen zu essen oder Heidespezialitäten einzukaufen.



 
 
© | Clemens Woythal
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