Wanderung - Wilseder Berg und Totengrund
Anfahrt
Ort: Niederhavebeck
Entfernung: 52 km
Zeit: 39 Minuten
Navi-Eingabe: Parkplatz Niederhavebeck (gebührenpflichtig)
Ort: Niederhavebeck
Entfernung: 52 km
Zeit: 39 Minuten
Navi-Eingabe: Parkplatz Niederhavebeck (gebührenpflichtig)

Unsere Wanderung führt uns weiter auf den Wilseder Berg, dem Gipfel des Nordens. Mit stolzen 169,2 Metern ist er die höchste Erhebung der Norddeutschen Tiefebene. Was nach einem Hügel klingt, bietet ein Panorama, das bei klarer Sicht bis nach Hamburg oder Bremen reicht. Entstanden ist dieser „Berg“ während der vorletzten Eiszeit, der Saale-Kaltzeit als Teil einer Endmoräne. Riesige Gletschermassen schoben Geröll und Sand vor sich her und türmten diesen Berg auf.
Wir erreichen als nächstes die Ortschaft Wilsede. Hier haben wir die Möglichkeit im Gasthaus "Zum Heidemuseum" (externer Link) eine Rast einzulegen, bevor wir weiterwandern. Das Gasthaus ist täglich von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet.
Unser nächstes Etappenziel ist der Totengrund. Hier gibt es Mystik in Purpur, denn der Totengrund gilt als eines der fotogensten und gleichzeitig geheimnisvollsten Täler der Heide, dessen tief eingeschnittener Kessel besonders zur Heideblüte fast unwirklich schön leuchtet. Es gibt zwei Theorien, warum der Totengrund so heißt. Die wahrscheinlichere Theorie ist die landwirtschaftliche: Der Boden im Kessel war so nährstoffarm und trocken („tot“), dass dort weder Getreide wuchs noch das Vieh satt wurde. die zweite Theorie besagt, dass durch dieses Tal einst die Leichenzüge nach Wilsede geführt wurden. Fakt ist aber, dass der Kessel windgeschützt ist und so seine eigene akustische Atmosphäre besitzt.
Wir verlassen den Totengrund und gehen zurück zum Parkplatz. Vielleicht haben wir auf der Wanderung Heidschnucken gesehen. Sie sind die Architekten der Landschaft, da sie die jungen Bäume (vor allem Kiefern und Birken) verbeißen und das Heidekraut kurz halten. Würden sie dies nicht tun, würde die Heide innerhalb weniger Jahrzehnte verwalden.
Wenn die Zeit noch nicht allzu weit fortgeschritten ist, lohnt sich ein Besuch der Bienenwelten (externer Link). Oder aber wir nutzen in Bispingen die Gelegenheit zum Kartfahren.
