Wandern
 

Wanderung - Pietzmoor und Möhrer Moor

Anfahrt  
Ort: Schneverdingen
Entfernung: 38 km
Zeit: 40 Minuten
Navi-Eingabe: Parkplatz Osterheide, Heberer Straße


Die Wanderung beginnt auf dem Parkplatz Osterheide. Diesen verlassen wir südlich und folgen dem Moorrundweg Pietzmoor. Mit einer Fläche von rund 2,5 Quadratkilometern ist das Pietzmoor das größte zusammenhängende Hochmoor am Südrand der Lüneburger Heide. Über Jahrtausende wuchs hier eine Torfschicht von bis zu 7,5 Metern heran. Was wir heute sehen, ist ein Triumph der Naturschützer. Nach Jahrzehnten der Entwässerung und des Torfabbaus wurde das Moor ab den 1970er-Jahren renaturiert. Die glitzernden Wasserflächen, die man heute sieht, sind keine Seen, sondern werden „Blänke“ genannt und sind Bereiche, in denen sich das Wasser "überstaut". Bei dem Pietzmoor handelt es sich um ein Hochmoor, d.h. es wird von "oben", also durch Niederschläge bewässert. Er ist ein extremer Lebensraum: sauer, nährstoffarm und nass. Trotzdem wächst hier das Wollgras, das im Frühjahr mit ihren Fruchtständen, die wie kleine Wattbäusche aussehen, das Moor in ein weißes Meer verwandelt. Vielleicht sollten wir auch Ausschau nach dem fleischfressenden Sonnentau oder sonnenbadenen Kreuzotter halten.
Nachdem wir das Moor zu drei Vierteln umrundet haben, gibt es für uns die Möglichkeit die Wanderung abzukürzen. Kurz bevor die Landstraße erreichen, biegt links der Moorrundweg ab. Wir können also nur den Rundweg wandern oder unsere Wanderung fortsetzen. Wir erreichen bald den historischen Hof Möhr, der Namensgeber des angrenzenden Moorgebietes ist. Es ist zwar kleiner, dient aber der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz als Freilandlabor. Moore sind effektive Kohlenstoffspeicher und obwohl sie nur 3 % der Landfläche der Erde bedecken, speichern sie doppelt so viel CO2 wie alle Wälder weltweit zusammen.
Nach Durchquerung des Moores wandern wir noch ein Stück durch die Osterheide. Sie war bis 1994 Truppenübungsplatz des britischen Militärs. Nach Abzug der Streitkräfte wurde das Gebiet renaturiert und die alten Panzerstraßen zurück gebaut. Im weiteren Verlauf des Wanderweges erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.
Wenn noch ausreichend Zeit ist, dann haben wir die Möglichkeit in der Nähe eine Partie Schnucken-Golf spielen oder eine Kutschfahrt unternehmen.



 
 
© | Clemens Woythal
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