Der Naturerlebnispfad in der Südheide
Anfahrt
Ort: Faßberg
Entfernung: 57 km
Zeit: 47 Minuten
Navi-Eingabe: Parkplatz Oberohe
Ort: Faßberg
Entfernung: 57 km
Zeit: 47 Minuten
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Die zahlreich vorkommenden Kieselgurgruben sind heute Relikte und zeugen von der Abbaugeschichte des Gebietes. Einige dieser Gruben sind heute Seen, andere mit Wald bewachsen. Die Oberoher Heide war ein intensiv genutztes Gebiet. Jahrzehntelang wurde hier der wichtigste Bodenschatz der Lüneburger Heide abgebaut: die Kieselgur, das sogenannte "Gold der Heide". Kieselgur wurde erstmals 1836 in der Lüneburger Heide entdeckt. Die pudrige, poröse Erde entpuppte sich als Ablagerung von Kieselalgen (Diatomeen) aus der Eiszeit und wurde bald als wertvoller Rohstoff erkannt. Alfred Nobel nutzte Kieselgur 1867 zur Stabilisierung von Nitroglycerin bei der Dynamit-Erfindung. 1930 entdeckte der Kaufmann Berkefeld, dass Kieselgur unter anderem bei der Herstellung von Trinkwasserfiltern, bei der Klärung zur Bier- und Weinherstellung, sowie für Puder und Pasten vielseitig nutzbar ist. Es kommt bis heute noch in Kosmetika zum Einsatz. Die ganze Geschichte erzählt das nahegelegene Albert-König-Museum (externer Link). Erst 1994 stellte ein großer Kieselgur-Anbieter seine Produktion in dieser Region ein.
Wir wandern also durch das Kieselgur-Abbaugebiet und die Oberoher Heide. Sie liegt zwischen Müden (Örtze) und Unterlüß und das heutige Landschaftsbild ist geprägt von Heideflächen, lichten Birkenwälder, Kiefern und den schon genannten zahlreichen ehemaligen Abbaugruben, von denen viele zu Teichen geworden sind. Am Parkplatz statrend folgen wir dem Kieselgur-Abbaugebiet Rundwanderweg, biegen dann nach Norden ab. Entlang der Grenze zwischen der Heide und dem Magerrasen gelangen wir zum "Blick in die große Heide". Von dort geht es durch die Heidelandschaft, die später durch einen Birkenwald abgelöst wird. Wir verlassen dann den Kieslegur-Rundweg und erweitern unsere Tour weiter südwärts. Heide und Wälder wechseln sich nun ab, bis wir wieder unseren Ausgangspunkt erreicht haben. Hier können wir uns erst einmal auf den Picknickbänken ein wenig ausruhren, bevor wir vielleicht das nächste Ziel ansteuern.
